Outdoor-Bonsais

Outdoor-Bonsais sind Freilandbonsais, keine Zimmerpflanzen.

Freilandbonsais gehören nicht ins Haus.

Diese Baumarten kommen aus Regionen mit ausgeprägten Jahreszeitenwechsel. Die Laub- und Nadelbäume gebrauchen genauso wie ihre großen Artgenossen die Sonneneinstrahlung, den Einfluss von Wind und Wetter. Nur dann kann sich der Baum gesund und kräftig entwickeln.
Wichtig ist es zu wissen, dass es bei der Überwinterung Unterschiede gibt.  
Zum Beispiel sind Baumarten aus mitteleuropäischen Regionen ein raueres Klima gewohnt wie Baumarten aus Japan. In Japan sind Dank des milden Meeresklimas die Temperaturen nur selten unter den Gefrierpunkt.  
Baumarten, die bei uns freiwachsend vorkommen sind grundsätzlich winterhart und sollten ganzjährig im Freien stehen. Das sind zum Beispiel Buchen, Wacholder, Kiefern und so weiter. Die Bäume erfrieren nicht, auch nicht wenn der Wurzelballen mal durchfriert. Das Problem sind die Schalen die bei stärkeren Frost zerspringen. Um diese zu schützen senkt man den Bonsai samt Schale in die Erde oder in eine mit Torf gefüllte Kiste. Ist der Wurzelballen tagelang durchgefroren muss der immergrüne Baum kurzzeitig in einen frostfreien Raum, damit er mit Wasser versorgt werden kann. Immergrüne Bäume verdunsten auch bei Kälte Wasser und können austrocknen.

Einen besonderen Schutz benötigen bestimmte Freilandbonsais:

  • mit freigelegten Wurzeln (Felsenform)
  • Freilandbonsais die in ganz flacher Schale gepflanzt sind und
  • Freilandbonsais die aus den wärmeren Regionen kommen. z. B. der japanische Ahorn.   

Diese Bäume überwintern in einem frostfreien Raum oder Kalthaus. Bäume ohne Laub können einen dunkleren Standort bekommen. Immergrüne Bäume benötigen auch im Winter einen hellen Standort.

Damit man lange Freude an den Bonsai hat ist es wichtig die Herkunft und die Lebensumstände der Art zu kennen. Der natürliche Rhythmus der Jahreszeiten muss eingehalten werden.

Gerne können sie sich auch die Pflegetipps zu den jeweiligen Bonsais durchlesen.